Wenn Frauen die Führungsetagen erklommen haben,
verdienen sie rund 25 % weniger als ihre männlichen Kollegen.
Als Newcomerinnen in einem traditionell männerdominierten Feld
stehen sie unter höherem Bewährungsdruck und müssen im Vergleich
zu ihren männlichen Kollegen mit einer geringeren Fehlertoleranz
rechnen.
Aufstiegsrelevante Kontakte und direkte Förderbeziehungen zu
männlichen Vorgesetzten stehen Frauen im Unterschied zu ihren
männlichen Kollegen bislang sehr selten zur Verfügung. Weibliche
Vorbilder und Förderer sind zudem kaum vorhanden. Auch führt
die Tugend der "weiblichen Bescheidenheit" dazu, dass Frauen
ihr Interesse bei anstehenden Beförderungen weniger offensiv
vertreten und so vielfach übergangen werden.
Auch die Aufwertung der so genannten Soft-Skills in der Führungspraxis
hat keine grundlegende Trendwende im Management herbeigeführt.
Zwar ist das Zutrauen in die weibliche Führungskompetenz gestiegen,
bei der Führungspositionen werden Entschlusskraft
und Durchsetzungsfähigkeit jedoch nach wie vor eher Männern
zugeschrieben.