Für eine erfolgreiche Einführung und Umsetzung gleichstellungspolitischer
Maßnahmen ist eine sorgfältige Planung und ein professionelles
Projektmanagement unabdingbar. Viele Projekte scheitern,
weil die organisatorische Methodik oder die psychologische
Prozessgestaltung, also die emotionale Seite, nicht ausreichend
berücksichtigt werden. Innerbetriebliche Widerstände werden
oft nicht rechtzeitig erkannt und ernst genommen. Zwar sind
in Klein- und Mittelbetrieben weniger Widerstände gegen
betriebliche Innovationen zu erwarten als in Großbetrieben.
Aufgrund der geringeren Betriebgröße sind die Kommunikationswege
kürzer und es können sehr viel unbürokratischere Wege beschritten
werden, um auf die Belange der Beschäftigten einzugehen.
Wegen der dünneren Personaldecke laufen insbesondere mittel-
bis langfristig ausgerichtete Maßnahmen, etwa zur Arbeitszeitflexibilisierung
aber auch eher Gefahr, durch die Hektik des operativen Tagesgeschäfts
in den Hintergrund zu treten. So werden von Klein- und Mittelbetrieben
vor allem informelle Anpassungsformen praktiziert, es gibt
z. B. eine Vielzahl individueller Arbeitszeitabsprachen.
Vielfach wird frauen- und familienorientiertes Verhalten
innerbetrieblich nicht als Frauenfördermaßnahme definiert.
Die Erfahrungen zeigen, dass durch eine stärkere Formalisierung
und Professionalisierung der betrieblichen Gleichstellungspolitik
auch in kleinen und mittleren Unternehmen die Verbindlichkeit
und der Erfolg von Maßnahmen beträchtlich erhöht werden
kann.
Wir geben Ihnen im folgenden einige Anregungen, wie Sie
vorgehen können, um
- eine Initiative erfolgreich zu starten
- die Ausgangssituation in Ihrem Unternehmen zu bewerten
- Zielvorgaben zu formulieren und Maßnahmen zu planen
- Maßnahmen umzusetzen und den Erfolg zu kontrollieren.