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Chancengleichheit bei der beruflichen Entwicklung

Ausgangslage

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Frauen sind vorwiegend auf Arbeitsplätzen mit geringen
Einkommen und geringen beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten
beschäftigt. In technischen Berufsfeldern mit lukrativen Gehältern
und guten Aufstiegschancen sind sie dagegen kaum zu finden.
Vielfach sind Arbeitsplätze von Frauen mit einem hohen Anteil
an Routinetätigkeiten verbunden, bei denen ihre tatsächlichen
Fähigkeiten nicht genutzt werden. Nach einer Studie der TU
Berlin sind auch hochqualifizierte Frauen mit Universitätsabschluss
beim Berufseinstieg in den alten Ländern zu 1/4 und in den
neuen Ländern zu 1/3 unterhalb ihres Qualifikationsniveaus
beschäftigt. Weitere Studien zeigen außerdem, dass vergleichbare
Tätigkeiten abgewertet und geringer entlohnt werden, wenn
Frauen sie verrichten.
Dabei demotiviert ständige Unterforderung nicht nur, sie lässt
auch die Qualifikationen und das Erfahrungswissen von Frauen
betrieblich ungenutzt. Angesichts der ständig steigenden Marktanforderungen
an Produkt- und Servicequalität können es sich Unternehmen
jedoch nicht mehr erlauben, betriebliche Leistungs- und Produktivitätsressourcen
unausgeschöpft zu lassen. Die Lernbereitschaft, der Wille
und die Fähigkeit zur aktiven Mitgestaltung des Arbeitsfeldes
müssen bei den Mitarbeitern/innen gezielt gefördert werden.
Erforderlich sind nicht nur Veränderungen im Denken und Handeln
der Beschäftigten, sondern auch beteiligungsoffene Formen
der Arbeitsorganisation, die es den Mitarbeiter/innen erlauben,
ihr Wissen und ihre Erfahrungen in den Arbeitsprozess einzubringen
und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Aufgrund ihrer Betriebsgröße
und der geringeren Arbeitsteilung haben gerade kleine und
mittlere Unternehmen gute Voraussetzungen, eine auf Partizipation
und Motivation ausgerichtete Unternehmenskultur zu entwickeln.
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