Frauen sind in der betrieblichen Weiterbildung bisher vor allem bei der
Anpassungsqualifizierung vertreten, wenn neue technische Geräte in die
Arbeitsprozesse zu integrieren sind. Aus aufstiegsrelevanten
Weiterqualifizierungen werden Frauen bisher weitgehend ausgeschlossen.
Im Vergleich zu Großbetrieben zeigen mittelständische Unternehmen ein erheblich
geringeres Weiterbildungsengagement. Spezielle Abteilungen und Stabsstellen für
Personalentwicklung und Weiterbildung sind in der Regel nicht vorhanden. Aufgrund
der niedrigen Mitarbeiterzahl sind interne Weiterbildungsangebote vielfach nicht
realisierbar, externe Angebote wiederum verursachen hohe Kosten und sind oft nur
unzureichend auf die Bedürfnisse der Klein- und Mittelbetriebe zugeschnitten.
Weiterbildung wird in mittelständischen Unternehmen vor allem unternehmensnah organisiert. Fachliche und
persönlichkeitsfördernde Inhalte werden vielfach von der Unternehmensleitung selbst vermittelt. Schlüsselqualifikationen
wie Eigenverantwortlichkeit, Unternehmer/innen-Geist, kommunikative Kompetenz, Teamfähigkeit, Prozessdenken und
Frustrationstoleranz werden im laufenden Arbeitsprozess erlernt. Gleichwohl nimmt die Bedeutung von gezielten Weiterbildungsmaßnahmen
auch in Klein und Mittelbetrieben zu.