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Partnerschaftliches Verhalten 
Ausgangslage
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Die erfolgreiche Integration aller Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter führt zu mehr Kreativität im Arbeitsprozess, fördert
das Betriebsklima und hat vielfach positive Auswirkungen auf
die innerbetrieblichen Umgangsformen. Misslungene Integration
verursacht hingegen Kosten, senkt die Produktivität und birgt
Konfliktstoff im betrieblichen Alltag. Andersartigkeit als
gleichwertig zu behandeln, ist für Führungskräfte und Beschäftigte
eine Herausforderung, da sie bereit sein müssen, sich mit
dem eigenen Verhalten, den eigenen Überzeugungen und Vorurteilen
auseinander zu setzen. Partnerschaftliches Verhalten am Arbeitsplatz
will gefördert und honoriert sein.
Zu einer frauenfreundlichen Unternehmenskultur gehört der
Schutz vor sexuellen Belästigungen. In männerdominierten Betriebskulturen
herrscht oft ein rüder Umgangston; nicht selten werden pornographische
Darstellungen offen gezeigt. Sexuelle Belästigungen zielen
oftmals darauf ab, Frauen zu verunsichern und zu demütigen.
Nach einer Untersuchung des Bundesministeriums für Familie,
Senioren, Frauen und Jugend sind 75 % der befragten berufstätigen
Frauen mit Verhaltensweisen konfrontiert worden, die als sexuelle
Belästigung gelten können. Zwar ist in den vergangenen Jahren
durch öffentliche Kampagnen und durch Frauen, die sich mutig
zu Wehr gesetzt haben, das öffentliche Problembewusstsein
geschärft worden. Dennoch gelten sexuelle Belästigungen vielfach
noch immer als Kavaliersdelikte. Die Reaktionen von Frauen
werden als überzogen, hysterisch und humorlos abgetan.
Obwohl das Beschäftigungsschutzgesetz
den Arbeitgeber verpflichtet, Beschäftigte vor sexueller Belästigung
zu schützen, scheuen Personalverantwortliche häufig die Verantwortung
und tabuisieren und verharmlosen das Thema.
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