Der Mangel an Fach- und Führungskräften wird immer eklatanter. Kaum ein Tag vergeht, wo nicht in den Medien über dieses Thema gesprochen und gestöhnt wird. Ganz gleich, um welche Branche es sich handelt, überall bietet sich das gleiche Bild. Es soll eingestellt werden, aber wo findet man passende qualifizierte Mitarbeiter, gerade für die Fach- und Führungsebene. Laut aktuellen Studien bedeutet das, dass ein Drittel der freien Stellen nicht besetzt werden kann. Gerade der Mittelstand ist von diesen Bedingungen betroffen und fürchtet um seine Existenz, denn immerhin bedeutet dieser Fachkräftemangel Umsatzeinbußen im zweistelligen Milliardenbereich. Selbst die Wettbewerbsfähigkeit der Firmen steht auf dem Spiel und damit deren Existenz.

Lösung im eigenen Betrieb?

Wie so oft kann die Lösung auch im eigenen Betrieb gefunden werden. Das Potenzial der qualifizierten Frauen sollte genutzt werden, um nicht erst in Schieflage mit dem Betrieb zu kommen. Meist werden Frauen in unterqualifizierten Arbeitsplätzen eingesetzt, anstatt sie da einzusetzen, wo sie ihr Potenzial ausschöpfen können. Eine betriebliche Gleichstellung wäre endlich einmal sinnvoll und auch unabdingbar, wenn die Industrie nicht in naher Zukunft die Wettbewerbsfähigkeit verlieren will. Nur ein geringer Prozentsatz Frauen werden als Fach- und Führungskräfte eingesetzt, obwohl die Qualifikation die Gleiche ist, wie bei einem Mann.

Familie und Karriere

Es wäre sinnvoll, wenn die Firmen auch sicherstellen würden, dass potenzielle Kandidaten auch ein passendes Umfeld in der Firma vorfinden würden. Es gibt genügend Beispiele für Firmen, die Frauen auch in den Fach- und Führungspositionen einsetzen, wenn die Qualifikation gegeben ist, und dennoch dafür Sorge tragen, dass diese Frauen eben Beruf und Karriere unter einen Hut bringen können. So gibt es zum Beispiel Kindergärten, die direkt vom Arbeitgeber betrieben werden. Es besteht die Möglichkeit von Jobsharing oder Teilzeitplätze, die sich 2 Angestellte teilen. Es gibt also genügend Möglichkeiten von Seiten des Arbeitgebers, er muss halt nur auch wollen und endlich das Potenzial der Frauen anerkennen.