Obwohl durch die Gesetzgebung und einem gesellschaftlichen Umdenken wesentliche Veränderungen für Betriebe bei Schwangerschaft und Erziehungszeiten von weiblichen Arbeitnehmern eingetreten sind, bestehen noch immer Vorbehalte gegenüber Frauen. Ausfälle und Kosten werden befürchtet. Dabei wird jedoch übersehen, dass sich auch die Rolle des Mannes gewandelt hat, besonders in der Familie. Mehr Zeit für das Familienleben zu finden, liegt durchaus im Interesse des modernen Mannes. Durch die Berufstätigkeit des Partners bedingt, müssen heute auch die Aufgaben geteilt werden, sowohl die Haushaltsführung als auch die Kindererziehung betreffend. Im Grunde liegt der Schlüssel für alle Probleme in einer Familien bewussten Personalpolitik, egal ob sie zu mehr Mitarbeitermotivation führt, Fehlzeiten vermindert oder andere Vorteile für Arbeitnehmer und Arbeitgeber mit sich bringt.

Krankenkassenleistungen und Gesetzgebung

Die monatlichen Gehaltszahlungen, die vom Arbeitgeber während der Mutterschutzfristen weiter bezahlt werden müssen, umfassen lediglich die Differenz zwischen Mutterschutzgeld und Nettolohn, wobei bei kleinen Betrieben die Fortzahlung zur Gänze von den Krankenversicherungsanstalten übernommen wird. Auch die Gesetzgebung betreffend Erziehungszeiten hat sich gewandelt. So ist es etwa beiden Elternteilen möglich, während der Erziehungszeiten in Teilzeit zu arbeiten, was wesentliche Vorteile für die Betriebe, aber auch für die betroffenen Eltern bringt.

Rolle der Frau im Berufsleben

Die Rolle der Frau im Berufsleben hat sich in den letzten Jahren gewandelt. Frauen in gehobener Stellung ergreifen wesentlich seltener die Möglichkeit auf berufliche Auszeiten aus familiären Gründen. Generell sind es weniger Frauen, die die Elternzeit nutzen, als angenommen. Nach einer Studie von Kaldeway&Küpper handelt es sich im Schnitt um ein bis zwei von hundert Frauen. Ein wesentlicher Faktor für Betriebe liegt auch in verkürzten Erziehungszeiten. Frauen, besonders in qualifizierter Stellung, beanspruchen meist nicht die gesamte Ihnen zustehende Zeitspanne. Dem Bedenken von Betrieben wegen Ausfalls von Frauen durch Schwangerschaft sei auch gegenübergestellt, dass männliche Arbeitnehmer wesentlich öfter als ihre weiblichen Kollegen die Arbeitsstelle wechseln.